Nur noch Lukas sitzt im Knast

Von den dreien sitzt nur noch Lukas hinter Gittern, die anderen Beiden wurden im Herbst 2010 nach der 2/3-Regelung vorzeitig aus der Haft entlassen.

Büros statt Wohnraum – München bleibt hausbesetzerfrei

Ende Juni 2007 wurde in München in der Westendstraße 196 ein Haus besetzt und sogleich von Sondereinheiten der bayerischen Polizei (USK) brutal und ohne vorhergehende Ankündigung geräumt. Im folgenden Prozess wurden drei jugendliche Punks zwischen 17 und 19 Jahren wegen versuchten Totschlags zu je fünf Jahren Haft verurteilt.

Die Vorgeschichte
Das Gebäude in der Westendstr. 194 – 198 beim alten Straßenbahndepot war schon seit Jahren weitgehend unbewohnt und gehört der Stadt München. In einer Stadt mit dem höchsten Mietniveau in der BRD ein gesellschaftlicher Skandal. Spätestens seit Mitte Juni 2007 war den zuständigen Behörden (Polizeiinspektion Laim, Wohnungsamt, Jugendamt, – beide Teil des Sozialreferats) bekannt, dass Jugendliche aus dem Punk-Milieu die leerstehenden Wohnungen als Übernachtungsmöglichkeiten nutzten. Streetworker des Vereins Condrobs mit Büro im gleichen Haus hatten Kontakt zu den Punks. Zweimal wurden Jugendliche friedlich und ohne Gegenwehr von Streifenbeamten der PI Laim aus dem Hause geführt. Am Mittwoch, den 27. Juni wurden schließlich im Eingangsbereich Barrikaden gebaut und Steine zum vermauern der Fenster ins Gebäude geschafft. Die Barrikaden wurden von einem Streifenwagen entdeckt. Donnerstag früh hing ein Transparent mit der Aufschrift „Art. 14 Eigentum verpflichtet – Wohnraum muss genutzt sein“ aus dem Haus.
Die Polizei sprach in einer späteren Stellungnahme von einer „lückenlosen Überwachungszeit in den Stunden vor der Räumung“ am Donnerstagabend um 18.30 Uhr. Zwei Condrobs-Mitarbeiter berichteten, dass die drei dann in U-Haft Einsitzenden um 16.15 Uhr in das Haus zurückgekommen seien (SZ 2.11.2007). Dies bedeutet, dass den Beamten bekannt war, dass im Zeitraum zwischen Mittag und Viertel nach Vier stundenlang niemand in dem verbarrikadierten Haus anzutreffen war. Noch deutlicher wird, dass die Polizei in keiner Weise an einer Deeskalation interessiert war, wenn man bedenkt, dass sie die Streetworker von Condrobs am Tag der Räumung um halb Elf von dieser in Kenntnis setzte. Des Weiteren legte sie ihnen ein Schweigegebot auf und drohte mit strafrechtlichen Konsequenzen wegen Vernichtung von Beweismitteln, wenn sie die Jugendlichen vorwarnen würden (aus der Presseerklärung von Condrobs vom 7.7.2007).
Um 18.30 Uhr kam dann der Befehl an das USK das Haus ohne Vorankündigung zu stürmen. Die drei überraschten Punks verteidigten sich und es flogen Steine auf die schwer gepanzerten 60 USKler. Schon aus Rücksicht gegenüber den eingesetzten Beamten hätte die Polizeiführung das Gelände als es leer stand absperren und die Barrikaden und Steine entfernen müssen. Dies ist nicht geschehen und die Aufstandsbekämpfungseinheiten wurden, als reale Übung sozusagen, in den Steinhagel geschickt. Erst dadurch bekam die Polizei ihre spektakuläre Erfolgsstory. „Es sieht so aus, als habe man die drei ins offene Messer laufen lassen“, so Florian Schneider, einer der Verteidiger der Beschuldigten gegenüber der Süddeutschen Zeitung (2. November 2007).
Das Ergebnis: Steffi (17), Sven (19) und Lukas (17) saßen seitdem wegen Hausfriedensbruch, Landfriedensbruch und versuchtem Totschlag an Polizeibeamten in Untersuchungshaft.
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Lukas wurde verlegt – Lukas moved

Lukas wurde verlegt und befindet sich jetzt in der JVA Ebrach in der Nähe von Bamberg.

Lukas Winkler
Marktplatz 1
96157 Ebrach

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Lukas was moved and now he is in prison in Ebrach close to bavarian town Bamberg.

Lukas Winkler
Marktplatz 1
96157 Ebrach
Germany

Freedom for the Imprisoned Munich Squatters!

On the 27th of June 2007, Steffi, Sven, and Lukas (all at that time between 17 and 19 years old) were stood in an empty building in Westendstraße in Munich. The majority of the houses located in this street have been uninhabited for a long time, and some of them are used by punks and others to gather. Since this day these three people are in jail, and at the end of January this year they were sentenced to five years in prison, because of throwing stones which was classified as attempted murder.
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Hip-Hop-Soliparty in Berlin

Hip-Hop-Soliparty am 10. Mai in der Kadterschmiede in der Rigaer 94 in Berlin-Friedrichshain

mit Pilskills, Noisy Noergla, Muella MC und DJ Meikel Neid.

Mit den Einnahmen wollen wir Lukas, Stephanie und Sven unterstützen, die wegen einer Hausbesetzung in München zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurden.

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!
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Freiheit für die drei in München inhaftierten HausbesetzerInnen!

Freiheit für die drei in München inhaftierten HausbesetzerInnen!

Am 27. Juni des letzten Jahres befanden sich Steffi, Sven und Lukas (alle zwischen 17 und 19 Jahre alt) in einem unbewohnten Haus in der Westendstraße in München. Ein Großteil der Häuser in dieser Straße steht schon längere Zeit leer und einige von ihnen wurden über Wochen hinweg von Punks und anderen als Treffpunkt genutzt. Seit diesem Tag sitzen sie im Knast, ende Januar wurden alle drei jeweils zu fünf Jahren wegen versuchten Totschlags aufgrund von Steinwürfen verurteilt.
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